Mach Mit! Parcours zu Aids und Sexualität vom 21. bis 25. Oktober 2019

Das Projekt wurde in Forchheim 2013 von der Offenen Jugendarbeit der Stadt Forchheim (Jugendhaus/OJA), der Aidsberatungsstelle Oberfranken, der Schwangerenberatungsstelle am Landratsamt Forchheim sowie dem Kreisjugendring Forchheim ins Leben gerufen. Die Basis dafür ist ein von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelter Mitmach-Parcours. Anmelden können  sich Schulklassen der achten bis zehnten Jahrgangsstufe. 

Während zwei Schulstunden durchlaufen die SchülerInnen insgesamt vier Stationen, bei denen sie mit Abwechslung (Rollenspiele, Pantomime, Diskussion, Fragen und Antworten) viel über Sexualität, Freundschaft, Liebe, HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Infektionen lernen, aber auch eigene Meinungen äußern und entwickeln können. Der Parcours wird von pädagogischen und psychologischen Fachkräften aus den beteiligten Institutionen durchgeführt, die Lehrkräfte nehmen in der Regel nicht aktiv Teil. Dadurch entsteht bei den SchülerInnen mehr Offenheit.

Für die Teilnahme entstehen keinerlei Kosten.

 

Die vier Stationen gestalten sich wie folgt:

1. Ansteckungswege

Auf Karten werden verschiedene Situationen (z.B. erste Hilfe, Küssen, Tattoos, Stechmücken etc.) dargestellt, die zuerst von den TeilnehmerInnen erkannt, diskutiert und dann in Risikogruppen eingeordnet werden. So entsteht ein Gesamtbild der mit keinerlei, wenig und viel Ansteckungsrisiko behafteten Konstellationen und Verhaltensweisen.

 

2. Fragen zu Freundschaft, Liebe, Sexualität

Mit verschiedenen abwechslungsreichen Methoden (Diskussion, Zeichnen, Rollenspiel, Pantomime etc.) werden verschieden Fragen behandelt, Meinungen abgefragt und gebildet und zum Nachdenken angeregt. Dabei geht es nicht nur um Sexualität oder sexuell übertragbare Infektionen, sondern auch um Zwischenmenschliches und Alltägliches.

 

3. Verhütungsmittel

Die Anti-Baby-Pille und Kondome kennen viele. Aber was ist ein Verhütungsring oder ein Diaphragma? Für wen ist welches Verhütungsmittel geeignet, wie werden sie angewendet und was ist dabei zu beachten? Derartigen Fragen widmet sich diese Station. Eine Vielzahl von Verhütungsmittel liegen zum Anschauen und Anfassen aus. Besonderes Augenmerk liegt hier auf der richtigen Anwendung eines Kondoms sowie auf den für Jugendliche und junge Erwachsene geeigneten und bei ihnen verbreiteten Mittel.

 

4. Situation der Betroffenen 

Trotz Aufklärung und Prävention infizierten sich in Deutschland 2017 ca. 2700 Menschen mit HIV. Was muss ein/-e Betroffene/-r unternehmen, wenn er/sie die HIV-Infektion feststellt? Wen muss er/sie informieren? Was kann er/sie gegen das Fortschreiten der Erkrankung tun? Was geht in ihm/ihr vor? Wie fühlt er/sie sich? Wo bekommt er/sie medizinische und psychologische Hilfe? Bei dieser Station geht es um Empathie. Die TeilnehmerInnen entwickeln zusammen mit dem Fachpersonal eine Geschichte eines/einer Betroffenen und versetzen sich seine/ihre Situation, um zu verstehen, was es bedeuten kann, HIV-positiv zu sein.

Anmeldung Mach mit 2019